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Mittwoch, 23. Mai 2012

Kinders, dieses Jahr ist irgendwie gruselig

schon seit Anfang des Jahres fliegen mir Beziehungen um die Ohren, das passiert eigentlich jedes Frühjahr, aber dieses Jahr ist die Aufschlagstärke extrem hoch. Gestandene Beziehungen sind das Papier nicht wert auf dem sie festgehalten wurden, Geliebte werden zu Feinden, Verzweiflung allerorten, ich bezweifle stark, dass da dieses Jahr noch Ruhe reinkommt. Oft sind es Trennungen, bei denen auch die Firmen und Häuser mit in die Trennungsmasse gehören - von Kindern und dem üblichen mal ab. Da fliegt dann die ein oder andere Existenz mit in die Luft - ist ja so um die 40 Lenze herum auch nur begrenzt amüsant.

Miss Vanilla steht dazwischen, seufzt, verliest Erdbeeren, muntert mal hüben, mal drüben auf und fragt sich wie schon tausendmal in ihrem Leben: "Wie soll das alles enden?" und ist froh, dass sie diesen Punkt ihres Lebens schon hinter sich gebracht hat. Sie weiß wie es sich anfühlt roh und gehäutet dazustehen, sich gestrandet zu fühlen, Verlustangst und Scham im Nacken, obwohl die Umgebung das alles gar nicht so empfindet und es ist schlicht auch nicht so! Liebe kommt und geht, so ist das nunmal, wir werden den Lauf der Welt nicht ändern.

Wenn sie aus dem Fenster ihrer Küche schaut, scheint die Sonne heiß vom Himmel, der Duft von Erdbeeren liegt über dem Auenland, Vögel zwitschern, der Hund döst vor sich hin und sie wünscht sich sehr, dass all die, die nun geschuldet der Situation neu geboren werden, aufstehen und am Ende froh sind, das das Leiden ein Ende hatte. Aufstehen, einatmen, ausatmen, weiter gehen, so ist Leben.